Wolfsburg. Der VfL schließt das Spieljahr 2019/2020 mit dem siebten Tabellenrang ab, der zur Teilnahme an den Qualifikationsspielen zu Europa League berechtigt. Im Fernduell mit der TSG Hoffenheim (4:0-Sieg bei Borussia Dortmund) unterlagen sie deutlich, weil der Deutsche Fußballmeister FC Bayern München ihnen klar die Grenzen aufzeigte. Mit 0:4 (0:2) unterlagen sie nach Toren von Kingsley Coman (4.), Michael Cuisance (37.), Robert Lewandowski (72.) und Thomas Müller (79.).

Das VfL-Trainerteam um Chefcoach Oliver Glasner entschied sich im letzten Meisterschaftsspiel erstmalig wieder VfL-Kapitän Josuha Guilavogui nach überstandenen Verletzungsproblemen für den angeschlagenen Xaver Schlager von Beginn an zu bringen. Die Bayern hingegen rotierten auf sechs Positionen und bezeichneten die Meisterschaft als Etappenziel vor dem Pokalfinale am nächsten Wochenende.

Der VfL Wolfsburg verabschiedete vor dem Spiel Innenverteidiger Robin Knoche, der seit 2005 im Verein war und sich mit dem Club auf keine Weiterbeschäftigung verständigen konnte.

Bayern München als Maß der Dinge

Das Spielgeschehen war wieder sehr einseitig und zeigt, dass sich die Vereine seit der überraschenden Meisterschaft der Wölfe 2009 doch auf einem sehr unterschiedlichen Niveau entwickelt haben. Die neuerlichen Zahlen benennen, dass der Finanzaufwand des VfL Wolfsburg teilweise enorm war, aber eben nicht dazu geführt hat, an die deutschen Top-Clubs näher heranzurücken.

Nach verteilten Chancen im ersten Durchgang , den die Bayern einfach effektiver gestalteten, war spätestens der Platzverweis und anschließende Elfmeter – verwandelt durch Robert Lewandowski (72.) – die Entscheidung in diesem Spiel.

Oliver Glasner: In der ersten Halbzeit war ich mit vielen unserer Angriffe zufrieden. Wir haben es in der Entstehung oft gut gemacht, hatten auch zwei, drei richtig gute Chancen. Aber der Unterschied ist dann: Die Bayern kommen einmal nach vorne, und schon liegt der Ball im Netz. Auch Anfang der zweiten Halbzeit hatten wir noch ordentliche Situationen, waren im Angriffsdrittel aber nicht durchschlagskräftig genug. Mit einem Mann mehr hat der Gegner den Ball und uns dann laufen lassen und das Spiel absolut verdient gewonnen. Diese Niederlage können wir akzeptieren, die Bayern waren heute eine Nummer zu groß für uns. Es ist enttäuschend, 0:4 zu verlieren. Wir hätten Platz sechs wirklich sehr gern gehalten. Wichtig ist aber, dass wir die Chance haben, wieder in die Europa-League-Gruppenphase einzuziehen. Jetzt gehen wir eben den etwas mühevolleren Weg über die Qualifikation.

Zahlen und Fakten zum Spiel

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Pongracic, Brooks (74. Knoche), Roussillon (85. Horn) – Guilavogui, Arnold, Steffen (61. Marmoush), Brekalo (61. Victor) – Ginczek (74. Gerhardt), Weghorst

Bayern München: Neuer – Odriozola (62. Pavard), Boateng, Alaba (80. Hernandez), Davies – Cuisance, Goretzka (80. Kimmich), Coman (62. Perisic), Müller, Gnabry (62. Coutinho), Lewandowski

Tore: 0:1 Coman (4.), 0:2 Cuisance (37.), 0:3 Lewandowski (72., FE), 0:4 Müller (79.)

Gelbe Karten: Weghorst / –

Gelb-Rote Karte: Guilavogui (71.)

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

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