Wolfsburg. Am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga watschte der VfL Wolfsburg den Tabellenletzten FC Schalke 04 mit 5:0 (1:0) ab. Ein Eigentor von Shkodran Mustafi (31.) leitete das Schalker Debakel ein. Wout Weghorst (51.), Ridle Baku (58.), Josip Brekalo (64.) und Maximilian Philipp (79.) schossen den ungefährdeten Sieg heraus. Damit sicherten die Wölfe den dritten Tabellenplatz.

VfL-Cheftrainer Oliver Glasner ist nach dem Auftritt seines Teams bei der TSG 1899 Hoffenheim (1:2) gezwungen seine bisherige Startelf auf vier Positionen zu verändern. Für die gelbgesperrten Spieler Maxence Lacroix und Xaver Schlager rückten Marin Pongracic und VfL-Kapitän Josuha Guilavogui ins Team. Der rotgesperrte Linksverteidiger Paulo Otavio wird den Wölfen länger fehlen. Nach seiner aufsehenerregenden, mißglückten Rettungsaktion sperrte das DFB-Schiedsgericht ihn für vier Meisterschaftsspiele.

Baku und Gerhardt auf der linken Seite

Die Vakanz auf der linken Seite regulierte Ridle Baku, der von der rechten Seite versetzt wurde. Der etatmäßige Back-Up Jerome Roussillon war noch nicht hundertprozentig fit. Den verletzten Renato Steffen (Bänderverletzung im Sprunggelenk) ersetzte Admir Mehmedi, der mit Josip Brekalo und Yannick Gerhardt hinter Wout Weghorst agierte.

Die Schalker sozusagen mit dem Rücken zur Wand mussten in der zweiten Begegnung unter ihrem neuen Cheftrainer Dimitrios Grammozis eigentlich auf Sieg spielen, um ihren großen Rückstand auf den Relegationsplatz zu reduzieren.

Schalke 04 in der ersten halben Stunde stabil

Nach kurzer Zeit zeigten sich die Grün-Weißen dominant im Spiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten FC Schalke 04. Die beste Abwehr der Rückrunde des VfL mit erst zwei Gegentoren traf auf den schwächsten Sturm. Die Gelsenkirchener haben erst zwei Treffer in den letzten sieben Begegnungen erzielt. Schon im DFB-Pokal (1:0) war es für die Wölfe ein Geduldsspiel gegen die etwas stabiler auftretenen „Knappen“. In der 15. Minute lag der Ball nach einer Ecke im Schalker Tor. Josuha Guilavogui traf per Kopf, aber Admir Mehmedi stand im Abseits. Der emsige Amine Harit (18.) sorgte gelegentlich für Entlastung. Ansonsten konzentrierten sich die Gäste auf ihre Defensivarbeit. Im Gegenpressing war die Handschrift des neuen Trainers erkennbar.

Weltmeister-Slapstick

Die Führung der Wölfe in Slapstick-Manier wie es nur einem vom Pech verfolgten, abgeschlagenen Schlusslicht der Tabelle passieren kann. Bei einer Rettungsaktion spritzte der aufmerksame Malick Thiaw zwischen Josuha Guilavogui und Admir Mehmedi traf den Ball aber so unglücklich, dass dieser vom Kopf Shkodran Mustafis (31.) gegen die Laufrichtung des eigenen Torwarts im Schalker Netz landete. Der einsetzende Regen sorgte für weitere Ungenauigkeiten im Spiel. Die Schussversuche von Josuha Guilavogui (37.) und Wout Weghorst (39.) waren unpräzise. Der Treffer hatte Wirkung gezeigt. Die Wölfe waren jetzt komplett spielbestimmend. Allerdings konnten sie ihren Zielstürmer Wout Weghorst noch nicht wie gewünscht einsetzen. Die Schalker retteten sich in die Pause. Die Grün-Weißen hatten ihrerseits aber auch keine nennenswerten Torchancen gehabt, so dass das Spiel auf einem unterdurchschnittlichen Bundesliganiveau dahingeplätschert war.

Wölfe erbarmungslos

Es war mit einem Aufbäumen der königsblauen Schalker zu rechnen. Die im Grunde bald in den „Alles oder Nichts-Modus“ schalten sollten. Denn die Wölfe hatten sich zwar ballsicherer, aber auch wenig zwingend in der ersten Halbzeit präsentiert. Der VfL kam mit minimalem Aufwand aber zu einem maximalen Ertrag. Denn nachdem Wout Weghorst (50.) erst aus Abseitsposition mit dem Kopf getroffen hatte, traf er mit dem ersten VfL-Torschuss in die Schalker Maschen (51.). Sein satter Linksschuss nach Vorlage von Ridle Baku schlug kompromisslos ein. Die Verunsicherung bei den Gästen griff wieder um sich. Selbst Weltmeister Shkodran Mustafi war nicht mehr in der Lage seine Formation zu stabilisieren. Im Spielaufbau verlor er den Ball gegen Wout Weghorst, der sich revanchierte und für Ridle Baku (58.) auflegte. Mit dem dritten Treffer war das Spiel entschieden.

Schalker Auflösungserscheinungen

Die Gäste wechselten defensiv, um kein Debakel zu erleben. Mit Chancen durch den VfL-Leihspieler William (61.) und Shkodran Mustafi (62.) war der Anschlusstreffer möglich. Die Wölfe schlugen aber wiederholt eiskalt zu. Wout Weghorst kontrollierte ein Anspiel von Maximilian Arnold technisch hochwertig und bediente Josip Brekalo (64.), der unbedrängt erhöhen durfte. Kurz vor seiner Auswechselung gab „Max“ Arnold (71.) noch seine Duftmarke ab, aber sein strammer Schuss strich knapp vorbei.

Hungrige Wölfe

Mit einem Dreifachwechsel (72.) beteiligte Coach Oliver Glasner Maximilian Philipp, Joao Victor und Jerome Roussillon am Erfolg. Die waren auch gleich präsent im Spiel. Maximilian Philipp (74., 77.) testete Schalke-Keeper Rönnow, der sich auch gleich danach noch gegen Josip Brekalo auszeichnen durfte. Nach dem Flankenlauf von Jerome Roussillon musste er allerdings direkt wieder hinter sich greifen. Maximilian Philipp (79.) traf mustergültig freigespielt am zweiten Pfosten. Mit Daniel Ginczek und Bartosz Bialek kamen weitere torhungrige Wölfe-Stürmer in die Partie. Weitere Tore fielen aber nicht mehr! Die Wölfe deklassierten mit einer überschaubaren Leistung insgesamt desolate Gäste, die so nicht mehr zu retten sein dürften.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here