Wolfsburg. Am elften Spieltag bezwang der VfL Wolfsburg die Frankfurter Eintracht mit 2:1 (0:0). Wout Weghorst drehte mit seinen Treffern (76., 88.) das Spiel, das nach zwei Elfmetern erst kurz vor Schluss entschieden wurde. Dabei überzeugten die Wölfe erneut mit einer glänzenden Mentalität, da sie sich selbst bei Rückständen stets zurückkämpfen.

Durch den Ausfall von Renato Steffen (Adduktorenprobleme) feierte Kevin Mbabu sein Startelf-Comeback. Durch die gleichzeitige Nominierung von Ridle Baku spiegelte Wölfe-Cheftrainer Oliver Glasner nahezu die Aufstellung der Frankfurter Eintracht im Spiel gegen den Ball. Im Ballbesitz nahm Ridle Baku den offensiven Part auf der rechten Seite hinter der zentralen Sturmspitze Wout Weghorst ein.

Mbabu wieder in der Startelf

Es entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie, die größtenteils von den Wölfen bestimmt wurde. Einige Standardsituationen sorgten für Gefahr, aber bis auf einen stark abgefälschten Pfostenschuss von Xaver Schlager (9.) sprangen keine klaren Torchancen heraus. Immer wieder versuchten die Wölfe die linke Frankfurter Abwehrseite zu attackieren, da Filip Kostic dort immer sehr offensiv agiert. Der Linksverteidiger Evan Ndicka (15.) in der Frankfurter Dreierkette holte sich früh die gelbe Karte ab, wodurch sich die Wolfsburger Bemühungen noch intensivierten. Comebacker Kevin Mbabu (23.) kam nach einer Arnold-Ecke am zweiten Pfosten zum Kopfball, den Eintracht Keeper Kevin Trapp entschärfen konnte.

Wölfe in allen Statistiken besser

Die Gäste konnten in der Folge ihre Spielanteile ausbauen und sich vom Wolfsburger Druck befreien. Darauf reagierten die Wölfe mit schnellem Umschaltspiel und hatten über Ridle Baku und Maximilian Philipp (38.) aus spitzem Winkel eine weitere Gelegenheit. Filip Kostic deutete vor der Pause sein Offensivpotential an, doch die Grün-Weißen stemmten sich mit allen Mitteln gegen die schnellen Vorstöße der Gäste. Martin Hinteregger (43.) checkte Wölfe-Torwart Koen Casteels nach einer etwas verunglückten Rückgabe von Ridle Baku gegen den Pfosten. Kurze Aufregung, ebenso wie nach einem vermeintlichen Handspiel von Sebastian Rode (32.)! Die Wölfe waren gut beraten, sich diese Energie für eine zielgerichterte zweite Halbzeit aufzusparen.

Frankfurt plötzlich präsenter

Vieles deutete auf ein weiteres Unentschieden-Spiel der beiden Remi-Könige hin. Doch augenscheinlich wollten die Gäste mehr erreichen, denn sie setzten die ersten Akzent. Filip Kostic (55.) vergab mit seinem schwächeren rechten Fuß auf Vorlage von Daichi Kamada einen echten Hochkaräter. Oft hatte der VfL in der Vergangenheit direkt zurückgeschlagen, aber Maximilian Philipp (56.) vergab trotz freier Schussbahn aus 15 Metern. Nach einem taktischen Foul von Josip Brekalo und dem anschließenden Freistoß brachte John-Anthony Brooks den Frankfurter Martin Hinteregger zu Fall. Nach Videobeweis verwandelte der Ex-Wolf Bas Dost (63.) sicher.

Doppelpacker Weghorst – Wölfe drehen das Spiel

Wütende Angriffe der Wölfe, besonders über die Außenpositionen, sollten das Spiel drehen. Maximilian Arnold (75.) mit einem Freistoß aus 20 Metern traf nicht wie zuletzt beim 1.FC Köln. Es musste schon ein weiterer Elfmeter her! Maximilian Philipp chippte den Ball an den ausgestreckten Arm von Stefan Ilsanker. Wout Weghorst (76.) verwandelte den fälligen Handelfmeter. Einen möglichen Doppelschlag der Wölfe verhinderte David Abraham mit einer starken Abwehraktion. Der eingewechselte Bartosz Bialek (78.) hatte eine Flanke von Ridle Baku gegen die Laufrichtung von Kevin Trapp auf das Frankfurter Tor gebracht. Die Wölfe investierten mehr für den anvisierten Sieg und belohnten sich. Xaver Schlager glänzte mit einem überragenden Schnittstellenanspiel auf VfL-Torjäger Wout Weghorst (88.), der mit seinem Doppelpack den dreifachen Punktgewinn sicherte.

Ungeschlagen zu den Münchener Bayern

Damit hat der VfL zu den Spitzenteams in der Liga aufgeschlossen und untermauerte mit überragender Mentalität, das mit ihnen im Kampf um die internationalen Plätze zu rechnen ist. Zum wiederholten Male sicherten sich die Wölfe etwas Zählbares nach einem Rückstand und drehten sogar komplett das Spiel! Am Mittwoch, den 16. Dezember kommt es somit zu einem echten Spitzenspiel in der Allianz-Arena.

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