Wolfsburg. Am 26. Spieltag gewann der VfL Wolfsburg sein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 5:2 (1:1). Vor 25.350 Zuschauern glich die Partie insbesondere in der zweiten Halbzeit einem Spektakel. Binnen fünf Minuten entschieden die Wölfe das Spiel durch Treffer von Wout Weghorst (54., 59.) und Robin Knoche (57.). Zuvor hatte Admir Mehmedi (34.) für den Ausgleich gesorgt, nachdem die Gäste durch Kaan Ayhan (30.) in Führung gegangen waren. Benito Raman (65.) sorgte für Ergebniskosmetik, während Wout Weghorst seinen ersten Dreierpack in der Bundesliga perfekt (88.) machte.

Keine Wechsel in der Startelf

Der scheidende VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia gab den Spielern der München-Schmach die Chance zur Rehabilitation und forderte eine Wiedergutmachung. Zudem verwies er auf die schwere Aufgabe und appellierte an die VfL-Fans: „Wir wissen, dass wir am Samstag einen Top-Tag brauchen. Was ich mir wirklich wünsche ist, dass die Zuschauer im Stadion die Mannschaft komplett unterstützen, so wie sie es die ganze Saison getan haben. Das braucht die Mannschaft.“

Am Geburtstag des Geschäftsführers Sport Jörg Schmadtke sollte nach Möglichkeit wieder der Anschluss an die Europa League-Ränge hergestellt werden.

Fortuna mit Führungstreffer – Geburtstagskind Mehmedi gleicht aus

Das Spiel nahm einen verhaltenen Anfang mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Nach 24 Minuten verpasste Robin Knoche hauchdünn eine Flanke von Maximilian Arnold von der linken Seite. In der 30. Minute gingen die Gäste nach einem Freistoss von der halblinken Position in Führung. Kaan Ayhan verwandelte aus 19 Metern mit einem gefühlvollen Rechtsschuss. Koen Casteels war chancenlos und zeigte keine Reaktion. Die Fortunen setzten nach und hätten durch Rouven Hennigs (31., 33.) mit einer Doppelchance erhöhen können. Zum Glück für die Wölfe drehte sich das Spiel nach einem Ballverlust von Dodi Lukebakio, der zuvor immer wieder Akzente für die Gäste gesetzt hatte. Wout Weghorst setzte Admir Mehmedi ein, der in der 34. Minute mit einem Heber Gäste-Torwart Michael Rensing überwinden konnte. Zur Pause war klar, dass eine Leistungssteigerung erfolgen müsste. Die Gäste aus Düsseldorf waren der erwartet schwere Gegner und die Wölfe vom Spielverlauf mit dem Unentschieden gut bedient.

Entscheidung in fünf Minuten

Der VfL kam schwungvoll und voller Tatendrang aus der Kabine. Die ersten Angriffe konnten die Fortunen noch abblocken. Danach hatten sie aber dem schnellsten Spieler der Bundesliga nichts entgegenzusetzen. Innerhalb von fünf Minuten bereitete Linksverteidiger Jerome Roussillon drei VfL-Treffer vor. Angefangen mit dem 2:1 in der 54. Minute als Michael Rensing seinen Schuss nur abklatschen konnte. VfL-Torjäger Wout Weghorst war zur Stelle und verwandelte aus kurzer Distanz zur Führung. Wenige Minuten später leitete Weghorst eine Roussillon-Flanke weiter auf Robin Knoche, der zum 3:1 erhöhte (57.). Zwischenzeitlich hatte Dodi Lukebakio den Ausgleich verpasst. Das Momentum war beim VfL, die in der 59. Minute gleich den nächsten Treffer nachlegten. Ähnlich wie beim Führungstreffer ging die Initiative von Jerome Roussillon aus, Rensing konnte nur abklatschen und Wout Weghorst war ein dankbarer Abnehmer.

Offensiv-Spektakel

Das Spiel fand mit offenem Visier statt. Die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen. In der 65. Minute verkürzten sie durch Benito Raman, der den Ball technisch sauber in den Strafraum mitnahm und ins linke Eck traf. Der Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen suchte noch einmal seine Chance und der VfL verlegte sich auf das Kontern. Eine ganze Reihe von Torchancen war die Folge. Beide Torhüter konnten sich mehrfach auszeichnen. Der eingewechselte Felix Klaus (83.) scheiterte alleine vor dem Gäste-Keeper. Benito Raman (78.) verzog nach einem sehnswerten Spielzug. Kaan Ayhan scheiterte mit einem freistehenden Kopfball (82.). Fortuna hatte ausreichend Möglichkeiten für ein Auswärtsteam.

Eiskalte Wölfe

Effizienter waren die Wölfe, wenngleich sie auch durch Wout Weghorst (84.) eine frühere Entscheidung verpassten. Die fiel dann vier Minuten später. Felix Klaus flankte auf den enorm präsenten VfL-Mittelstürmer, der sich mit seinem dritten Treffer bedankte (88.). Selbst danach blieben die Gäste gefährlich und hätten durch Benito Raman (90.+1) oder Kevin Stöger (90.+3) noch verkürzen können, wenn VfL-Torwart Koen Casteels nicht seine ganze Klasse gezeigt hätte.

Die Wölfe senden ein wichtiges Zeichen an die Konkurrenz und haben sich mit fünf Treffern eindrucksvoll für die Niederlage in München rehabilitiert.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon (85. Uduokhai)– Guilavogui – Gerhardt, Arnold – Mehmedi (80. Steffen) – Weghorst, Brekalo (68. Klaus)

Fortuna Düsseldorf: Rensing – M. Zimmermann, Ayhan, M. Kaminski, Gießelmann – Stöger, Bodzek (78. Sobottka), Barkok (61. Karaman) – Lukebakio (78. Usami), Raman – Hennings

Tore: 0:1 Ayhan (30.), 1:1 Mehmedi (34.), 2:1 Weghorst (54.), 3:1 Knoche (57.), 4:1 Weghorst (59.), 4:2 Raman (65.), 5:2 Weghorst (88.)

Gelbe Karte: Guilavogui / Lukebakio

Zuschauer: 25.350 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)