Mönchengladbach. Am 32. Spieltag verlor der VfL Wolfsburg mit 0:3 (0:2) gegen Champions League-Anwärter Borussia Mönchengladbach. Nach einem Doppelpack von Jonas Hofmann (10., 30.) machte Lars Stindl (65.) den Deckel auf den Sieg. Die Wölfe blieben blass und ließen die letzte Entschlossenheit vermissen.

In das Duell des Tabellensechsten beim Tabellenfünften gingen die Wölfe voller Selbstvertrauen, hatten sie doch die letzten drei Auswärtsspiele allesamt (in Augsburg 2:1, in Leverkusen 4:1, in Bremen 1:0) gewonnen. Zudem fehlten beim Gastgeber mit Alassane Plea (Muskelverletzung an den Adduktoren) und Marcus Thuram (Sprunggelenksverletzung) die zwei wirkungsvollsten Offensivkräfte mit jeweils zehn Saisontoren. Auch das letzte Aufeinandertreffen im Borussia-Park entschieden die Niedersachsen mit 3:0 für sich.

Die ambitionierte Borussia spielt weiterhin um den Einzug in die Champions League, während es bei den Wölfen um die Absicherung der Europa League ging.

Glasner hält an Innenverteidigung fest

Apropos Absicherung! Die zuletzt instabile Innenverteidigung ließ VfL-Cheftrainer Oliver Glasner unverändert auflaufen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass Robin Knoche tatsächlich den Verein verlassen wird und auch Marcel Tisserand zur Zeit nicht besonders hoch im Kurs beim VfL-Trainerteam steht. Denn in anderen Mannschaftsteilen gab es auch aufgrund der Belastung drei Wechsel in der Startformation. Joao Victor ersetzte Jerome Roussillon auf der linken Seite. Felix Klaus und Yannick Gerhardt liefen für Daniel Ginczek und Josip Brekalo auf.

Früher Doppelpack von Jonas Hofmann

In den ersten zehn Minuten gelang es keinem Team besondere Akzente zu setzen. Dem Führungstreffer der Gastgeber durch Jonas Hofmann (10.) ging eine durchaus kritische Situation voraus. Beim Ballverlust von Maximilian Arnold gab es ein ungeahndetes Handspiel. Dennoch darf der fehlende Pfiff nicht darüber hinwegtäuschen, dass John-Anthony Brooks im Zweikampf gegen Breel Embolo schlecht aussah und das Anspiel nicht verhindern konnte. Die Wölfe versuchten ihrerseits mit Fernschüssen den Ausgleich zu erzwingen. Joao Victor (16.) oder auch Felix Klaus (27.) zeigten vielversprechende Ansätze. Das effektivere Team war an diesem Tag aber die Gladbacher Borussia, die erneut den einlaufenden Jonas Hofmann (30.) per Kopfballstafette fanden, so dass dieser flach diagonal verwandeln konnte.

Wölfe blieben ungenau

Im zweiten Spielabschnitt blieb der VfL weiterhin zu ungenau und lud die Hausherrn teilweise zu weiteren Treffer ein. Schon Jonas Hofmann (57.) oder Breel Embolo (64.) hätten das Spiel entscheiden können. Die Entscheidung fiel dann kurz nach dem ersten offensiven Wechsel der Wölfe. Viel zu einfach fand Stefan Lainer den Startelfdebütanten Ibrahima Traoré, der seinem Mannschaftskapitän Lars Stindl (65.) das Tor auf dem Silbertablett präsentieren konnte. Mehr als ein fulminanter Schuss des eingewechselten Daniel Ginczek (78.) entwickelten die Gäste an diesem Tag nicht mehr.

„Gebrauchter Tag“

VfL- Cheftrainer Oliver Glasner zeigte sich in seinen Reaktionen sicher auch besonders über die Defensivleistung seines Teams enttäuscht. Koen Casteels sprach von einem „gebrauchten Tag“, der schon am nächsten Wochenende „auf Schalke“ wieder positiv aufgearbeitet werden soll. Das wird dann auch notwendig sein, wenn der schon sicher geglaubte internationale Startplatz nicht noch verspielt werden soll.

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