Wolfsburg. Nach der ersten Saisonniederlage unter der Woche beim FC Bayern München kamen die Grün-Weißen trotz kurzfristiger Corona-Ausfälle zu einem 1:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart. In einem taktisch geprägten Spiel reichte ein glücklich verwandelter Freistoß von Josip Brekalo (49.) zum Sieg. Damit beenden die Wölfe das Jahr 2020 auf Champions League-Platz 4.

Für die Grün-Weißen kam es kurz vor der Begegnung knüppeldick, denn zwei weitere Spieler waren positiv auf Covid-19 getestet worden. Dadurch fielen durch vorsorgliche Quarantäne-Maßnahmen mit Maximilian Arnold, Jerome Roussillon, Xaver Schlager, Maximilian Philipp und Tim Siersleben insgesamt fünf Spieler kurzfristig aus.

Kurzfristige Ausfälle – Bialek mit Startelf-Debüt

Das zentrale defensive Mittelfeld besetzte VfL-Cheftrainer Oliver Glasner mit VfL-Kapitän Josuha Guilavogui und Yannick Gerhardt. Die Außenpositionen der Viererkette belegten Ridle Baku und Paulo Otavio. Für Maximilian Philipp feierte Bartosz Bialek sein Startelf-Debüt.

VfB Stuttgart setzte auf Konter

Die Wölfe begannen wie immer sehr schwungvoll und hatten gleich durch Renato Steffen und Maxence Lacroix (1.) eine Doppelchance. Die Gäste setzten im Wissen um ihre schnellen Stürmer auf Konter. Da war der VfL natürlich vorgewarnt, hatten die Gäste doch im letzten Auswärtsspiel mit 5:1 bei Borussia Dortmund gewonnen. Die erste kritische Situation ergab sich für die Wölfe nach einem Rempler von Ridle Baku (9.) gegen Nicolas Gonzalez, der im Strafraum abschließen wollte. Die Stuttgarter forderten Elfmeter, aber der Videoschiedsrichter schaltete sich nicht ein. Der VfL versuchte es spielerisch immer wieder über Wout Weghorst, der Yannick Gerhardt (12.) am Fünfmeterraumeck freispielte. Doch aus spitzem Winkel scheiterte er doppelt am VFB-Keeper Gregor Kobel. Auf der Gegenseite schickte der Ex-Wolf Daniel Didavi seinen schnellen Konterstümer Wamangituka (24.), der knapp das Tor der Wölfe verfehlte.

Gerhardt-Treffer wird nicht anerkannt

Die Dominanz der Grün-Weißen drückte sich durch weitere gute Chancen aus.Wout Weghorst (30.) auf halbrechts mit einem freien Torabschluss war in dieser Partie sehr präsent. Yannick Gerhardt (31.) traf per Kopf, aber vorher soll Bartosz Bialek seinen Gegenspieler abseits des Balles weggestoßen haben. Eine Entscheidung, die durchaus Anlass zur Kritik gab. Der VfL kontrollierte das Spielgeschehen, da sich der VfB Stuttgart taktisch sehr tief kompakt in die eigene Hälfte fallen ließ. Die Wölfe hingegen wussten, dass sie ihre Pressingsituationen gezielt suchen mussten, denn die Süddeutschen deuteten ihre Konterstärke an.

Brekalo trifft per Freistoß

Die Gäste hatten die ersten Aktionen in der zweiten Hälfte, aber der VfL traf direkt per kuriosem Freistoßtreffer. Josip Brekalo (49.), der zuvor gefoult worden war, schlenzte den Freistoß doppelt abgefälscht so glücklich auf das Stuttgarter Tor, dass VfB-Keeper Kobel völlig chancenlos war. Das taktisch geprägte Spiel lief nach den Vorstellungen der Wölfe! Jetzt mussten die Gäste mehr in das Risiko gehen. Die offensiven Wechsel folgten prompt.

Wölfe verteidigen leidenschaftlich

Der eingewechselte Massimo (64.) und auf seine Vorlage Nicolas Gonzalez (70.) vergaben sehr ausssichtsreich. Die VfL-Defensive wackelte aber die junge Stuttgarter Mannschaft war nicht kaltschnäuzig genug. Daniel Ginczek (74.) hatte sofort nach seiner Einwechselung die Entscheidung auf dem Fuß, aber der Ball kam im Strafraumgetümmel nicht auf das Gästetor. Zum gleichen Zeitpunkt wechselte der VfB den Doppeltorschützen Sasa Kalajdzic vom letzten Spieltag ein. Die taktische Ausrichtung hatte sich aufgrund des Spielstandes komplett gedreht. Die Wölfe verteidigten leidenschaftlich. Die Stuttgarter kamen unter Druck zu Chancen. Maxence Lacroix (85.) blockte Sasa Kalajdzic. Der eingewechselte John-Anthony Brooks klärte gegen Mateo Klimowicz (89.). Die Grün-Weißen verdienten sich den Sieg durch eine kompromisslose Verteidigung. Die NULL hatte Bestand, so dass sich die Wölfe über den vierten Platz vor Weihnachten freuen dürfen.

Nach dem Jahreswechsel gibt es gleich am 3. Januar gegen den Tabellenfünften Borussia Dortmund das direkte Duell um den Champions League-Platz.

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