Bielefeld. Am Freitagabend des 22. Spieltages eroberte der VfL Wolfsburg mit einem souveränen 3:0 (1:0) bei Aufsteiger Arminia Bielefeld den dritten Tabellenplatz zurück. Durch Treffer von Renato Steffen (29., 47.) und Maximilian Arnold (54.) feierten sie einen ungefährdeten Auswärtssieg.

Der VfL war gewarnt, hatten die Bielefelder Arminen doch zuletzt beim Weltpokalsieger FC Bayern München ein beachtenswertes 3:3-Remis errungen. Die Ostwestfalen sind aktuell genauso knapp an den Abstiegsrängen wie der VfL derzeit an der direkten Champions League-Qualifikation. Mit Torjäger und Kapitän Fabian Klos ist ein ehemaliger Spieler des VfL der Anführer der Arminen. Mit seinen 33 Jahren und dem Aufstieg ging für ihn persönlich ein Traum in Erfüllung. Denn seine bislang 314 Profieinsätze bestritt er allesamt von der 3.Liga bis in die höchste Spielklasse seit 2011 für Arminia Bielefeld.

VfL mit gewohnter Startelf

Die Wölfe-Startelf war erneut unverändert. Mittlerweile ist die Zentrale bei den Grün-Weißen komplett vierfach mit gelben Karten ausgestattet. Bei der nächsten gelben Karte müssten John-Anthony Brooks, Maxence Lacroix, Maximilian Arnold oder Xaver Schlager pausieren. Mit bisher erst 19 Gegentoren stellen die Wölfe die zweitbeste Defensive der ersten Fußball-Bundesliga. Auf Basis dieser Stärke musste sich der VFL nicht auf einen Schlagabtausch bei den Ostwestfalen einlassen, sondern versuchte mit der Wucht der kompletten Spielkontrolle, den Auswärtssieg einzufahren.

Viel Ballbesitz für die Wölfe

Der Aufsteiger startete mutig in die Partie und setzte die Grün-Weißen seinerseits im Gegenpressing unter Druck. Immer wieder unterstützten Ritsu Doan und Michel Vlap ihre Stürmspitze Fabian Klos im Anlaufverhalten, um den Spielaufbau der Wölfe zu stören. Der VfL kontrollierte das Spiel dennoch mit hohem Ballbesitzanteil. Durch die Feldüberlegenheit ergaben sich erste Standardsituationen für den VfL. Nach einer Ecke von Maximilian Arnold verfehlte Kevin Mbabu (16.) das Arminia-Tor am kurzen Pfosten per Kopfball nur knapp. Die Bielefelder verteidigten gut, so dass sich aus dem Spiel wenige Torchancen ergaben. Die Wölfe versuchten es mit Fernschüssen von Paulo Otavio (18.) und Maximilian Arnold (26.).

Renato Steffen perfekt freigespielt

In der 29. Minute war es soweit, staubtrocken mit der ersten Chance gingen die VfLer in Führung. Über Wout Weghorst und Ridle Baku konnte Yannick Gerhardt seinen tiefen Lauf in den Bielefelder Strafraum starten und legte mustergültig für Renato Steffen auf. Der blieb eiskalt und verwandelte mit seinem vierten Saisontreffer. VfL-Cheftrainer Oliver Glasner freute sich noch über den Auswärtstreffer, als Arminen-Neuzugang Michel Vlap (31.) den postwendenden Ausgleich frei vor Wölfe-Keeper Koen Casteels vergab. Danach hatten die Grün-Weißen wieder die komplette Spielkontrolle. Mit starker Laufarbeit und konzentriertem Passspiel ließen die Wölfe die Gastgeber nicht ins Spiel kommen. Viele intensive Läufe der Wölfe beschäftigten den Aufsteiger in ihrer Defensive extrem. Der VfL wechselte oft seinen Rhythmus im Anlaufverhalten und suchte dadurch auch immer wieder den Überraschungseffekt. Die Halbzeitführung war hochverdient, aber noch keine Garantie für den sicheren Sieg.

Wölfe gleich wieder präsent

Start nach Maß für die Grün-Weißen nach der Pause. Arminia-Keeper Stefan Ortega konnte eine Direktabnahme von Wout Weghorst nach schnell ausgeführtem Freistoß von „Maxi“ Arnold nicht festhalten, so dass Renato Steffen (47.) zum Doppelpack abstauben konnte. Wie schon nach dem Führungstreffer hätten die Arminen direkt reagieren können, doch Andreas Voglsammer (48.) wurde von Maxence Lacroix noch abgeblockt. Die Wolfsburger zeigten sich effizienter. Erst verpasste John-Anthony Brooks (50.) mit einem verunglückten Kopfball den nächsten Treffer, dann traf „Maxi“ Arnold (54.) nach Ablage von Wout Weghorst sehenswert aus etwa 20 Metern. Die Wölfe ließen im Verlauf des Spiels nichts mehr zu. Der Aufsteiger war chancenlos. Einziger Wermutstropfen war die fünfte gelbe Karte für John-Anthony Brooks (37.), der im Heimspiel gegen seinen Ex-Club Hertha BSC Berlin am nächsten Wochenende pausieren muss.

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