Wolfsburg. Am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewann der VfL Wolfsburg nach der Länderspielpause gegen den 1.FC Köln mit 1:0 (0:0). Den entscheidenden Treffer erzielte Josip Brekalo (69.). Mit dem dritten Sieg in Folge untermauerten die Wölfe ihre Ambitionen und sicherten den dritten Tabellenplatz.

VfL-Cheftrainer Oliver Glasner nominierte Jerome Roussillon nach langer Zeit wieder für die Startelf, weil Yannick Gerhardt wieder in das Mittelfeld für den an der Wade verletzten Admir Mehmedi rückte. Dem Gegner zollte er großen Respekt, obwohl die Domstädter aus Köln am letzten Spieltag auf den Relegationsplatz abgerutscht waren.

Wölfe waren gewarnt

„Dass das heute nicht einfach wird, hat Köln unter anderem im letzten Spiel vor der Länderspielpause gegen Dortmund gezeigt. Die Kölner sind immer wieder gefährlich, sind gut organisiert, können immer für Torgefahr sorgen und sind auch bei Standardsituationen gefährlich. Wir sind gewarnt und wissen, dass wir immer auf der Hut sein müssen“, sagte er auf der letzten Pressekonferenz.

Bei den Gästen kamen mit Jannes Horn und VfL-Leihspieler Elvis Rexhbecaj zwei Ex-Wölfe angereist, die aber nicht in der Startelf ihres Teams standen.

Köln der erwartet unbequeme Gegner

Die Wölfe zeigten sich wie immer sehr aktiv zu Spielbeginn. Doch die Präzision fehlte, ob bei der Flanke von Kevin Mbabu (5.) oder dem Steckpass von „Max“ Arnold (6.) nach einer Balleroberung in der gegnerischen Hälfte. Die Gäste hielten forsch dagegen und kamen ihrerseits zu Torchancen. Rafael Czichos (8.) verzog nach einer unglücklichen Rettungsaktion von Wout Weghorst. Marius Wolf und Kingsley Ehizibue (12.) spielten sich im Rücken der VfL-Abwehr frei, aber die Hereingabe fand keinen Abnehmer. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und zeigten ihrerseits Initiative, so dass die Wölfe nicht zu ihrem gefährlichen Umschaltspiel kamen. Jonas Hector (14.) traf nach einer Flanke von Noah Katterbach aus kurzer Distanz die Querlatte. Die Rheinländer wirkten entschlossener und schnupperten an der Führung. Von den giftgrünen Wölfen war wenig zu sehen. Jerome Roussillon (16.) drosch eine Ablage von Yannick Gerhardt weit über das Tor.

Wölfe mit weniger Ballbesitz

Die Gäste blieben spielbestimmend, so dass die Wölfe nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen konnten. Nur durch einen Fehler von Jorge Meré kam Xaver Schlager (33.) zu einem Torschuss, der knapp am Tor vorbei ging. Auf der Gegenseite war Ex-Nationalspieler Jonas Hector (34.) sehr umtriebig, verfehlte nach einer Balleroberung aber auch das Tor. VfL-Torjäger Wout Weghorst (39.) bekam nach einer Ecke keinen Druck hinter den Ball. Dominick Drexler (42.,43.) und Ondrej Duda (45.+1) erhöhten das Chancenplus des „Effzeh“, während die Wölfe im ersten Durchgang erstaunlich blaß geblieben waren.

Leistungssteigerung des VfL bringt Wende

Mit Schwung kamen die Wölfe aus der Kabine und drückten die Gäste in ihre Hälfte. Ridle Baku (48.) setzte einen Flankenlauf an, aber Rafael Czichos klärte am ersten Pfosten. Yannick Gerhardt (49., 51.) zeigte sein gewohnt laufintensives Spiel und näherte sich dem Tor seines Ex-Clubs mehrfach gefährlich an. Die Grün-Weißen übernahmen die Spielinitiative und wirkten präsenter mit deutlich mehr Ballbesitz. Maximilian Philipp (62.) kam für das offensive Mittelfeld und Yannick Gerhardt rückte in die Viererkette für Jerome Roussillon. Ridle Baku trieb weiter über die rechte Seite an. Sein Pass erreichte Wout Weghorst, der mit Maximlian Philipp zentral im Kölner Strafraum den Ball auf Josip Brekalo (69.) weiterleiten konnte, so dass dieser direkt mit der rechten Innenseite verwandelte. Bitter für die engagierten Gäste, die sich in der ersten Halbzeit nicht belohnt hatten.

VfL-Bollwerk hält dicht

Motiviert durch die Vorlage drehte Wout Weghorst (74.) weiter auf. Sein Schuss war aber eine sichere Beute von FC-Keeper Timo Horn. Die Gäste wechselten komplett offensiv, um das VfL-Bollwerk noch zu knacken. Doch die Defensive gehört zu den Kernkompetenzen der Wölfe, so dass es faktisch keine Torchancen für die Gäste mehr gab. Natürlich hat es eine fünfminütige Nachspielzeit immer in sich. Wout Weghorst (90.+2) scheiterte mit einem Kopfball, so dass die letzte Möglichkeit tatsächlich den Gästen vorbehalten blieb. Elyes Skhiri (90.+5) köpfte nach Flanke des eingewechselten Florian Kainz aus fünf Metern über das Tor. Der VfL hatte sich durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte den knappen und glücklichen Heimsieg verdient. Damit nehmen die Grün-Weißen weiterhin Kurs auf die Champions League.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here