Leverkusen. Am ersten Rückrundenspieltag gewann der VfL Wolfsburg bei Bayer Leverkusen mit 1:0 (1:0) durch einen Kopfballtreffer von Ridle Baku (35.). Damit rutschten die Wölfe hoch auf den vierten Tabellenplatz und sind nun punktgleich mit dem Dritten Bayer Leverkusen.

Das VfL-Trainerteam änderte die Startelf im Vergleich zum Auswärtssieg beim FSV Mainz 05 auf zwei Positionen. Der laufstarke Yannick Gerhardt ersetzte Maximilian Philipp im zentralen offensiven Mittelfeld und Kevin Mbabu den kreativen Josip Brekalo.

Bayer-Elf startet furios

Die Abwehr der Wölfe geriet sofort unter Druck, so dass VfL-Cheftrainer Oliver Glasner gleich lautstark auf zu große Abstände hinweisen musste. Ansprechpartner war Innenverteidiger John-Anthony Brooks, der für die defensive Ordnung auf dem Feld verantwortlich ist. Die Gastgeber wollten die Partie früh auf ihre Seite bringen. Nadiem Amiri (3.) tauchte nach Traumpass von Lars Bender frei vor Wölfe-Keeper Koen Casteels auf , der gut reagierte und auch vor Bayer-Torjäger Lucas Alario rettete. Alario (6.) setzte einen Kopfball an den Pfosten und erneut Amiri (6.) verzog knapp. Die Leverkusener gelten als Schnellstarter. Das 0:0 aus dem Hinspiel war ganz augenscheinlich nicht das Ziel beider Teams. Insbesondere die Gastgeber drückten auf das Tempo. Die Wölfe waren auf das hohe Pressing der Gastgeber vorbereitet, machten aber dennoch zu viele Fehler im Aufbauspiel. Die Pressinglinien mussten gezielt überspielt werden. Das gelang den Wölfen zu selten.

Wölfe mit Schwierigkeiten im Spielaufbau

Renato Steffen (8.) hatte eingesetzt von Paulo Otavio einen ersten Torschuss, der aber am langen Eck vorbeistrich. Die Gastgeber konnten ihre Umschaltsituationen nach Ballgewinn aber nicht konzentriert zu Ende spielen. Die Wölfe bügelten mit vereinten Kräfte ihre Fehler wieder aus und gewannen nach der ersten Viertelstunde an Stabilität. Renato Steffen (18.) holte sich durch starke Zweikampfführung ein Sonderlob seines Trainers als er den Ball defensiv gegen Moussa Diaby gewann und einen Freistoß herausholte. Koen Casteels war gegen Lucas Alario (21.) zur Stelle. Aber offensiv fehlte den Wölfen noch die Präzision. Viele Flanken waren zu ungenau. Florian Wirtz (30.) traf zum Glück für den VfL den Ball aus 13 Metern nicht richtig und Leon Bailey (32.) war mit seinem Torschuss zu weit entfernt. Die Wölfe kontrollierten die Zentrale und besonders Paulo Otavio lieferte dem pfeilschnellen Moussa Diaby packende Zweikämpfe.

VfL eiskalt – Baku mit dem Kopf

Und plötzlich passte es auch in der Offensive. Renato Steffen chippte den Ball auf den einlaufenden Ridle Baku (35.), der aus sechs Metern ins rechte Eck einköpfte. Der VfL hatte seinen Matchplan effizient umgesetzt. Mit etwas Glück die NULL gehalten und dann eiskalt zugeschlagen.

Wölfe-Defensive dominiert das Spiel

Die Bayer-Elf lief wieder gleich zu Beginn der Halbzeit fulminant an. Darauf waren die Wölfe eingestellt und verteidigten konzentrierter als noch in der ersten Spielhälfte. John-Anthony Brooks (47.,48.) und Maxence Lacroix (50.) gewannen wichtige Zweikämpfe. Die Wölfe zeigten ihrerseits keine größeren Offensivbemühungen, so dass der eingewechselte Josip Brekalo (61.) für die kreative Entlastung sorgen sollte. Paulo Otavio und Kevin Mbabu ließen auf den Außenpositionen keine Durchbrüche der Gastgeber zu. Xaver Schlager und Maximilian Arnold steuerten das Spiel im Zentrum. Sie suchten zunehmend die Tiefe, um zum entscheidenden Pass anzusetzen. Yannick Gerhardt (62.) und Wout Weghorst (67.) tauchten gefährlich im Leverkusener Strafraum auf.

Schlussoffensive der Gastgeber wirkungslos

Ein Dreifachwechsel (74.) sollte für Bayer Leverkusen noch die Wende bringen. Unter ihnen auch der Ex-Braunschweiger Karim Bellarabi. Die Schlussoffensive war damit eingeleitet. Daley Sinkgraven (82.) prüfte mit einem wuchtigen Schuss Wölfe-Keeper Koen Casteels. Aber alles andere verpuffte, weil die Wölfe exzellent verteidigten. Der Bayer-Elf fiel trotz vier Nachspielminuten nichts mehr ein.

Der VfL verdiente sich diesen Auswärtssieg beim Tabellendritten durch eine hochkonzentrierte Defensivleistung. Mit Ausnahme der Anfangsphase war es eine blitzsaubere Leistung, die vor allem die VfL-Tugenden Fußball, Arbeit und Leidenschaft zum Ausdruck brachte.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here