München. Im Bundesliga-Spitzenspiel am zwölften Spieltag unterlagen die Wölfe erstmals in dieser Saison beim FC Bayern München mit 1:2 (1:1). Nach dem Führungstreffer von Maximilian Philipp (5.) brachte Robert Lewandowski (45.+1, 50.) sein Team auf die Siegerstraße. Der VfL bot eine couragierte Leistung musste aber Gegentreffer zu ungünstigen Zeitpunkten verkraften.

Ausgerechnet beim FC Bayern München mussten die Wölfe auf ihren Abwehrchef John-Anthony Brooks (Rücken-Prellung) verzichten. Für den US-Amerikaner setzte VfL-Cheftrainer Oliver Glasner in der Innenverteidigung auf Marin Pongracic. Die rechte Seite besetzen die Grün-Weißen erneut mit Kevin Mbabu und Ridle Baku, der offensiv für Renato Steffen (Adduktorenzerrung) spielt.

Der FC Bayern brachte die volle „Kapelle“ von Beginn an. Die Wölfe galten bis heute als Lieblingsgegner. Erst zwei Remis konnten sie aus München mitbringen und Robert Lewandowski galt bis dato als das VfL-“Schreckgespenst“.

Junges Wölfe-Team

Der VfL mit einer jungen Startelf, deren Durchschnittsalter bei 25 Jahren liegt. Torhüter Koen Casteels und Torjäger Wout Weghorst sind mit ihren 28 Jahren die erfahrensten Spieler. Die Wölfe reisten selbstbewusst und in der Bundesliga noch ungeschlagen an. „Wichtig ist, dass wir den Glauben an eine Chance über 90 Minuten an den Tag legen“, stellte Oliver Glasner heraus, der auf eine „außergewöhnliche Leistung“ seines VfL spekulierte.

Maximilian Philipp mit erstem VfL-Treffer

Das Spiel ging so los wie es sich die VfL-Verantwortlichen wohl vorgestellt hatten. Nach einem ersten Kopfball von Niklas Süle (3.) und einer guten Rettungsaktion von Jerome Roussillon (4.) verwandelten die Wölfe ihre erste Offensivaktion. Leroy Sanè verlor den Ball gegen Jerome Roussillon und Ridle Baku, der seinen Partner auf der rechten Seite Kevin Mbabu suchte. Dessen Flanke erreichte Maximilian Philipp (5.), der relativ ungestört im Fallen vom Elfmeterpunkt erfolgreich war. Die Bayern übernahmen sofort die Initiative, denn sie hatten zuletzt des häufigeren einen Rückstand aufzuholen. Allerdings nicht gegen den VfL in der derzeitigen Verfassung! Trotzdem kamen die Bayern zu Chancen. Thomas Müller (10.), Robert Lewandowski (17.) und Serge Gnabry (18.) hatten Möglichkeiten unter Abwehrdruck des VfL. Marin Pongracic fand sich gleich wieder gut im Abwehrzentrum zurecht und rettete gegen Kingsley Coman (25.).

Lewandowski trifft mit dem Pausenpfiff

Die Wölfe setzten Nadelstiche und konnten sich in der Folge immer besser befreien. Josip Brekalo, in seinem 100. Spiel für die Grün-Weißen, sorgte mit seinen Dribblings für Entlastung. Just als den Bayern schon die Ideen auszugehen schienen, glichen sie mit der letzten Aktion vor der Halbzeit doch noch aus. Marin Pongracic verlor Robert Lewandowski (45.+1) am zweiten Pfosten aus den Augen, so dass der Pole mit seinem 250. Bundesligator per Kopf erfolgreich war. Das Momentum lag bei den Bayern, die die weit größeren Spielanteile hatten, aber immer auf die gefährlichen Umschaltmomente der Wölfe reagieren mussten.

Bialek hatte den Ausgleich auf dem Fuß

Maximilian Philipp (47.) testete Bayern-Keeper Manuel Neuer und deutete an, dass sich der VfL weiter teuer verkaufen wollte. Allerdings hebelte ein Steilpass von Jerome Boateng die komplette VfL-Abwehr aus. Robert Lewandowski (50.) ließ noch Maxence Lacroix aussteigen und drehte mit seinem zweiten Treffer das Spiel. Die Flügelzange der Bayern Kingsley Coman und Serge Gnabry (53.) setzte nach. Das Spiel verlief ausgeglichen weiter, beide Teams brachten frische Offensivkräfte. Beim VfL kamen Joao Victor und der 19jährige Bartosz Bialek, der erneut den Vorzug vor Daniel Ginczek bekam. Doch dem VfL fehlte lange Zeit die Durchschlagskraft. Der „Deutsche Meister“ hatte in den Verwaltungsmodus geschaltet. Die Wölfe versuchten alles und wehrten sich gegen die erste Niederlage. Bartosz Bialek (85.,86.) mit einer Doppelchance scheiterte an Nationalkeeper Manuel Neuer, der blitzschnell reagierte.

Clevere Bayern bringen den Sieg über die Zeit

Die Münchener verschleppten das Spiel und waren nur noch auf Ballbesitz fixiert. Die statistischen Werte hatten sich angenähert, so dass ein Punktgewinn der Wölfe durchaus möglich gewesen wäre. Letztlich gewannen effiziente Bayern, die zu den besten Zeitpunkten ihre Treffer markierten.

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