Augsburg. Der VfL Wolfsburg gewann auch zum Abschluss des 17. Spieltages mit 3:2 (2:0) beim FC Augsburg und krönte die „englische Woche“ mit der maximalen Punktausbeute. In den letzten sechs Spielen blieben die Wölfe unbesiegt und fuhren mit einer beachtlichen Serie fünf Siege ein. In der Fuggerstadt trafen Josuha Guilavogui (33.), William (41.) und Yannick Gerhardt (89.).

Gian-Luca Itter von Beginn an

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia musste im Vergleich zum Spiel gegen den VfB Stuttgart seine Formation auf einer Position verändern. Für Jerome Roussillon, der mit Adduktorenproblemen gar nicht erst anreiste, spielte Gian-Luca Itter auf der linken Seite in der Viererkette. Er bekam damit den Vorzug vor Felix Uduokhai, der flexibel einsetzbar auch als „Backup“ für die Innenverteidigung gilt. Damit blieb das Trainerteam seiner Linie treu und setzte auf den offensiver orientierten Youngster Itter, der sich über Einsätze in der U23 diese Chance wieder verdient hatte.

Augsburger starteten druckvoll

Die Augsburger waren zu Beginn die aktivere Mannschaft. Mit 15 Punkten aus den bisherigen Spielen merkte man den Schwaben den unbedingten Willen an, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen. Die Wölfe brauchten ihre Zeit und hatten Glück, dass ihre zeitweisen Unzulänglichkeiten erneut nicht bestraft wurden. Mit zunehmender Spielzeit übernahmen sie die Spielkontrolle und waren in der Folge ungleich effektiver als die Gastgeber.

VfL übernahm Spielkontrolle

Wout Weghorst (28.) mit einem Pfostentreffer gab den ersten deutlichen Warnschuss ab. Admir Mehmedis Schrägschuss (32.) verfehlte sein Ziel ebenfalls knapp. Nach einer einstudierten Ecke klingelte es dann in der „Augsburger Puppenkiste“. Maximilian Arnold trat die Ecke auf den kurzen Pfosten, John-Anthony Brooks verlängerte auf Josuha Guilavogui, der sich wie gegen den VFB Stuttgart für den Führungstreffer verantwortlich zeigte (33.) und aus kurzer Distanz traf. Der VfL setzte nach und wurde nach einer Kombination über Maximilian Arnold, Daniel Ginczek und Admir Mehmedi belohnt. Auf der Suche nach einer offensiven Lösung hatte Mehmedi wieder einen genialen Moment und passte auf William, der sich entschlossen durchsetzte und flach ins Eck zum 2:0 verwandelte (41.). Die Pausenführung hatten sich die Wölfe nach anfänglichen Schwierigkeiten verdient.

FCA wechselte offensiv und erhöhte das Risiko

FCA-Cheftrainer Manuel Baum reagierte und brachte mit Sergio Cordova und André Hahn zwei frische Offensivkräfte. Die Wirkung sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn die Fuggerstädter hatten sich alles andere als aufgegeben. Dem Anschlusstreffer von Rani Khedira (49.) folgte nach fulminanter Druckphase der Gastgeber in der 58. Minute der Ausgleich durch Sergio Cordova mit einem wuchtigen Kopfball. Die Wölfe schafften es in der Folgezeit etwas Druck aus der Partie zu nehmen. Der gelbvorbelastete Maximilian Arnold wurde in dieser Phase durch Elvis Rexhbecaj ersetzt. Auch ein deutliches Indiz dafür, welchen Stellenwert sich die jungen Wölfe mittlerweile im Labbadia-Team erarbeitet haben. Bis zur 80. Minute blieben größere Torchancen aus.

Yannick Gerhardt mit erstem Saisontreffer

Die Augsburger mussten ihrem Anfangstempo der zweiten Halbzeit etwas Tribut zollen. In der 89. Minute der „Lucky Punch“ für die Wölfe. Der eingewechselte Renato Steffen setzte sich in einer Umschaltsituation über die rechte Seite durch und fand im Zentrum Yannick Gerhardt, der mit links zum vielumjubelten Siegtreffer einschob (89.). Wenn es mal läuft, dann so richtig! Eine komplette Teamleistung, die auch nur durch den gesamten Kader realisiert werden konnte. Yannick Gerhardt mit seinem ersten Saisontor bescherte den Grün-Weißen den fünften Tabellenplatz nach der Hinrunde. Wer hätte das gedacht?

Zahlen und Fakten zum Spiel:

FC Augsburg: Luthe – Schmid, Danso, Gouweleeuw, Stafylidis (83. Framberger) – Khedira, Baier – Koo, Gregoritsch (46. Cordova), Richter (46. Hahn) – Finnbogason

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Itter – Gerhardt, Guilavogui, Arnold (65. Rexhbecaj) – Mehmedi (83. Steffen) – Weghorst, Ginczek (90. Udoukhai)

Tore: 0:1 Guilavogui (33.), 0:2 William (42.), 1:2 Khedira (49.), 2:2 Cordova (59.), 2:3 Gerhardt (89.)

Gelbe Karten: Gregoritsch, Khedira, Gouweleeuw / Arnold, Ginczek, William

Zuschauer: 28.152 am Sonntagnachmittag im WWK-Stadion

Schiedsrichter: Sören Storks (Veren)