Wolfsburg. Am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga trennten sich der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach in einer umkämpften Partie torlos. In einer sehr diszipliniert geführten Begegnung ließen beide Teams nicht viele Torchancen zu und mussten sich letztlich leistungsgerecht mit einem Remis zufrieden geben.

Das Spiel am heutigen Sonntagabend war als Fingerzeig in Richtung Champions League zu bezeichnen. Mit Borussia Mönchengladbach empfingen die Wölfe einen aktuellen Achtelfinal-Teilnehmer der laufenden Champions League-Saison. In der aktuellen Bundesliga-Tabelle lagen die Grün-Weißen sechs Punkte vor den „Fohlen“. Nach dem Sieg der Frankfurter Eintracht (2:0 gegen den 1.FC Köln) galt es für die Wolfsburger den dritten Platz mit einem Sieg zurückzuerobern. Die Statistik und auch die aktuelle Form sprach für die Niedersachsen, die in den letzten fünf Spielen jeweils ohne Gegentor erfolgreich waren. Bei den Gästen schmerzte immer noch die bittere 1:2-Heimniederlage im Derby gegen den 1.FC Köln. Pikanterweise hatte VfL-Leihspieler Elvis Rexhbecaj beide Tore für die Kölner erzielt.

Ohne Veränderungen in der Startelf

VfL-Cheftrainer Oliver Glasner nahm keine Veränderungen in seiner Startelf vor. Die Gäste rotierten dagegen auf sechs Positionen. Beide Teams agierten von Beginn an offensiv orientiert und bemühten sich um die Spielkontrolle. Die Wölfe erarbeiteten sich die ersten Ecken und verbuchten erste Erfolge im Gegenpressing für sich. Nach Standardsituationen getreten von Maximilian Arnold, der unter der Woche seinen Vertrag langfristig verlängert hatte, kam Kevin Mbabu (2., 7.) zu zwei Kopfballchancen. Die ersten hart geführten Zweikämpfe belegte Schiedsrichter Tobias Stieler gleich mit gelben Karten. (Ramy Bensebaini 7., John-Anthony Brooks 11.) Den Torabschluss von Ridle Baku (9.) blockte Matthias Ginter im letzten Moment.

Kontrollierte Offensive auf beiden Seiten

Die Wölfe hatten sich Vorteile durch ihr mutiges Anlaufen erspielt. Wölfe-Keeper Koen Casteels, der ligaweit die meisten Torchancen entschärft, verlebte einen entspannten Spielbeginn. Die Gäste befreiten sich vom Druck der Hausherrn. Echte Torchancen sprangen dabei aber vorerst nicht heraus, weil die Defensive der Wölfe gut organisiert die Räume hinter der Offensive schloss. Die Wölfe blieben weiter geduldig. Xaver Schlager (29.) prüfte Gladbach-Keeper Yann Sommer aus der Entfernung. Bei den Gästen agierten Alassane Plea und Jonas Hofmann auffällig, verfingen sich aber immer wieder in der vielbeinigen Wolfsburger Abwehr. Das torlose Unentschieden zur Pause war leistungsgerecht. Die Wölfe könnten mit diesem Ergebnis wahrscheinlich auch zum Ende gut leben.

Gäste mit kalkulierbarem Risiko

Die Gäste investierten zu Beginn der zweiten Halbzeit und nahmen ein höheres Risiko in Kauf. Alassane Plea (50.) und Lars Stindl (52.) tauchten gefährlich im Wolfsburger Strafraum auf. Bei klirrender Kälte von Minus 15 Grad Celsius wollten die Borussen den Punkteabstand in der Tabelle zu den Wölfen unbedingt verkürzen. Die Grün-Weißen konzentrierten sich auf ihre Defensive und lauerten auf den „Lucky Punch“. Sie vertrauten ihren gewohnten Stärken und spekulierten auf eine Standardsituation. Renato Steffen (54.) und Xaver Schlager (55.) mit Abschlusssituationen aus dem Spiel heraus verschafften sich Respekt beim Gegner. Die Wölfe hielten die „Fohlen“ von ihrem Tor fern.

Wölfen gelingt beinahe das Siegtor

Nach einer Ecke von „Maxi“ Arnold traf John-Anthony Brooks (63.) den rechten Außenpfosten. Das wäre im Sinne der Wölfe gewesen! Der VfL übernahm jetzt wieder das Kommando. Wout Weghorst und Yannick Gerhardt (66.) konnten Yann Sommer nicht überwinden. Die Stabilität der Grün-Weißen beeindruckte. Die Gäste fanden keine Lösung. Nach einem Eckball wäre wieder Kevin Mbabu (73.) per Kopf fast zur Stelle gewesen. Yann Sommer konnte diesen Ball nur prallen lassen, aber VfL-Torjäger Wout Weghorst rutschte aus und konnte davon nicht profitieren.

Glasner wechselt spät

Erst in der 80. Minute wechselten die Wölfe. Joao Victor kam positionsgetreu für Renato Steffen. Gäste-Trainer Marco Rose scheute taktisch das letzte Risiko aus Respekt vor den Wölfen. Er brachte noch Breel Embolo, der hohes Tempo ins Spiel brachte. Aber Maxence Lacroix und John-Anthony Brooks ließen zentral nichts anbrennen. Die letzten Chancen hatte der VfL! Erst köpfte Yannick Gerhardt (90.) freistehend nach Flanke von Paulo Otavio am Tor vorbei und in der Nachspielzeit traf Xaver Schlager nur das Außennetz.

Die Wölfe halten damit den Abstand zu den Gladbacher Borussen rutschen aber punktgleich mit der Frankfurter Eintracht auf den vierten Tabellenplatz.

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