Wolfsburg. Am Dienstagabend des 16. Spieltages in der Fußball-Bundesliga gewann der VfL Wolfsburg vor 21.780 Zuschauern mit 2:0 (2:0) gegen den VfB Stuttgart. Durch Treffer von VfL-Kapitän Josuha Guilavogui (24.) und Wout Weghorst (44.) fuhren die Grün-Weißen einen ungefährdeten Heimsieg ein.

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia vertraute auf seine eingespielte Formation im 4-1-3-2-Sytem. Für den mit nur wenigen Ballkontakten in Nürnberg etwas in der Luft hängenden Yunus Malli brachte er Admir Mehmedi, der leicht angeschlagen in Nürnberg pausiert hatte.

Beim VfB Stuttgart verteidigte mit Antonis Aidonis ein erst 17-jähriger Nachwuchsspieler, der nach dem Ausfall von Christian Beck und Benjamin Pavard seine Premiere in der Startelf hatte.

Wölfe mit starker Auftaktphase

Die Wölfe starteten spielstark in die Partie und glänzten mit gefälligen Kombinationen. Nach zwei Diagonalbällen von John-Anthony Brooks und William waren die Gäste so auseinader gezogen, dass Jeromé Roussillon in den Rücken der Abwehr auf Maximilian Arnold passen konnte. Der verpasste nach zehn Minuten die frühe Führung. Der VfL setzte nach doch Daniel Ginczek (13.) konnte einen Ball zwar diagonal vor VFB-Keeper Ron-Robert Zieler erlaufen, aber nicht mehr entscheidend unter Kontrolle bringen.

Gäste bleiben ungefährlich

Nachdem den Grün-Weißen die Anfangsphase gehört hatte, schlichen sich jedoch kleinere Nachlässigkeiten im VfL-Spiel ein, ohne dass der VfB Stuttgart daraus Profit schlagen konnte. Maximilian Arnold gab in der 17. Minute mit einem fulminanten Fernschuss die weitere Richtung vor. Nach einer kürzeren Druckphase des VfL konnte sich der VfB zwar befreien, musste aber nach einem Freistoß von Arnold doch den Rückstand hinnehmen. Alle bewegten sich vornehmlich auf den kurzen Pfosten, so dass Josuha Guilavogui vollkommen allein gelassen wurde. Der ließ sich diese Chance nicht nehmen und köpfte sicher zur Führung ein. Die Gäste blieben ungenau und umständlich. Mario Gomez war auf verlorenem Posten und fiel lediglich durch zwei Schüsse auf die Tribüne (26., 43.) auf.

Weghorst nutzt individuellen Fehler

Auch Wout Weghorst war nicht gut im Spiel. In der 44. Minute antizipierte er die Unsicherheit der VfB-Abwehr und spritzte nach einer Kombination von Yannick Gerhardt und Daniel Ginczek in einen Querpass des VfB-Sechsers Santiago Ascacibar. In der Vorwärtsbewegung ließ er Timo Baumgartl schlecht aussehen und verwandelte sicher zur 2:0-Pausenführung. Da nutzte den Gästen auch das bessere Eckenverhältnis nichts. Der VfB Stuttgart hatte sich weitestgehend als sehr harmlos präsentiert, obwohl die Wölfe Schwächen angeboten hatten.

Wölfe lauern auf die Entscheidung

Nach dem Wechsel weiter nichts von den Gästen. Die Wölfe spielten aus einer gesicherten Abwehr und versuchten über ihr Sturmtrio zum entscheidenden Treffer zu kommen. Daniel Ginczek flankte auf Wout Weghorst, der Ron-Robert Zieler zu einer Faustabwehr zwang. (57.) In der 62. Minute fast die Entscheidung nach einem Konter. Admir Mehmedi fädelte bei Zieler ein, aber nicht elfmeterwürdig. Daniel Ginczek flankte auf Yannick Gerhardt, der volley aus elf Metern über das Tor schoss. (73.) Die Wölfe verteidigten engagiert, aber auch teilweise fahrig. Einzig der VFB Stuttgart war viel zu schwach. Ein Matchplan nicht zu erkennen. Elvis Rexhbecaj hätte sich kurz nach seiner Einwechselung fast mit seinem Premierentor bei den Profis belohnt (80.). Das dritte Tor wollte nicht fallen, auch Wout Weghorst (85.) brauchte in bester Position einen Kontakt zuviel. So blieb es beim sicheren 2:0-Heimsieg gegen ideenlose Stuttgarter.