Wolfsburg. Am dreizehnten Spieltag unterlagen die Wölfe den seit acht Pflichtspielen sieglosen Werderanern aus Bremen mit 2:3 (1:2). Am Sonntagabend glichen die Gastgeber zwar zweimal durch Wout Weghorst (36.) und William (73.) aus, mussten sich aber letztlich nach Treffern von Milot Rashica (13., 83.) und Leonardo Bittencort (39.) geschlagen geben.

Das VfL-Trainerteam ersetzte in der Startelf im Vergleich zum Europa League-Spiel am Donnerstag nur den gelb-rot-gesperrten Marcel Tisserand durch Robin Knoche in der Dreierkette.

Werder mit dem Rücken zur Wand

„Werder spielt sehr attraktiven Fußball nach vorne“, warnt VfL-Cheftrainer Oliver Glasner, allerdings sei es kein Geheimnis, dass „sie in der Defensive zuletzt manchmal anfällig waren. Sie werden uns aber alles abverlangen.“ Vor dem Spiel war Werder Bremen noch punktgleich mit Hertha BSC Berlin auf dem Relegationsplatz.

Handelfmeter bringt Gäste-Führung

Das Spiel begann temporeich mit Chancen durch VfL-Außenstürmer Joao Victor (6.) und Werder-Stürmer Milot Rashica (9.). Nach einem Freistoß von Leonardo Bittencort kam Werders Japaner Osako zum Torabschluss und traf die Hand des VfL-Kapitäns Josuha Guilavogui. Nach Videobeweis wurde den Gästen ein Handelfmeter zugesprochen, den Milot Rashica (13.) sicher verwandelte. Die Wölfe blieben unbeeindruckt und hatten gleich durch Joao Victor (17.) eine hochkarätige Chance auszugleichen. Werder-Keeper Jiri Pavlenka war mit einer Fußabwehr glänzend auf der Höhe. Auch das Duell gegen Wout Weghorst (31.) kann Pavlenka vorerst für sich entscheiden.

Wölfe treffen nach Standardsituation

Der Ausgleich resultierte endlich einmal aus einer Standardsituation. Nach einer Ecke von Admir Mehmedi kam John-Anthony Brooks frei zum Kopfball. VfL-Torjäger Wout Weghorst (36.) gab dem Ball mit dem Knie die entscheidende Richtungsänderung. Fast im Gegenzug ließen die Wölfe den Werderaner Linksverteidiger Augustinsson zu viel Raum überbrücken. Dessen Flanke verwandelte Leonardo Bittencort (39.) sehenswert per Flugkopfball. Die Gastgeber reagierten mit wütenden Angriffen. Doch auch beste Chancen von Josuha Guilavogui (44.) mit einem freistehenden Kopfball aus sieben Metern konnte SVW-Keeper Pavlenka entschärfen.

VfL setzt nach der Pause auf Offensive

In der zweiten Hälfte sollte Josip Brekalo ab der 60. Minute frischen Wind in die Angriffsbemühungen des VfL bringen. Jeffrey Bruma (62.) traf per Kopfball war aber knapp im Abseits. In der 72. Minute setzte das VfL-Trainerteam auf die Offensive und wechselte erstmalig nach überstandener Verletzung Daniel Ginczek unter dem großen Applaus der VfL-Fans ein. Man könnte meinen zur Belohnung des Risikos fiel der prompte erneute Ausgleich. Jerome Roussillon hatte sich bis zur Grundlinie durchgesetzt und setzte Josuha Guilavogui ein, der auf den besser postierten William passte. Dieser traf gezielt aus 20 Metern ins rechte Eck (73.). Danach drängten die Wölfe die Gäste weiter in die Defensive und wollten die kurzzeitige Verwirrung der Bremer für einen Doppelschlag ausnutzen.

Konter versetzt Wölfe einen Tiefschlag

Doch das Gegenteil passierte. Nach einem Ballverlust von Josip Brekalo überbrückte Maximilian Eggestein das komplette Mittelfeld und setzte Milot Rashica (83.) ein, der im Umschaltspiel zur wiederholten Gäste-Führung traf. In der Nachspielzeit entschärfte der überragende Jiri Pavlenka einen Weghorst-Kopfball und hielt den nicht unverdienten Sieg der Gäste fest.