Gelsenkirchen. Der VfL Wolfsburg hat am 33. Spieltag mit einem überzeugenden 4:1 (1:0) beim FC Schalke 04 die Weichen für die Teilnahme an der Europa League in der nächsten Saison gestellt. Der siebte Tabellenrang ist den Wölfen durch die Niederlage der Freiburger in München nicht mehr zu nehmen. Am letzten Spieltag kommt es zum Showdown um den sechsten Platz im Fernduell mit der TSG Hoffenheim.

Das VfL-Trainerteam entschied sich erneut für Kontinuität in der Zentrale. Der in dieser Saison verletzungsanfällige Jerome Roussillon konnte wieder als Linksverteidiger eingesetzt werden. Zudem rückten Daniel Ginczek und Josip Brekalo wieder in die Startelf.

Wölfe klar besser – Weghorst trifft erneut

Die Wölfe zeigten sich von Beginn an bissig und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie ihre beeindruckende Auswärtsbilanz in dieser Saison ausbauen wollten. Schon in der siebten Spielminute hätte Daniel Ginczek nach Doppelpass mit Josip Brekalo gegen zögerlich auftretende Gastgeber treffen müssen. Die Führung gelang VfL-Torjäger Wout Weghorst (16.), der einen Ball von Daniel Ginczek aufnahm, noch einen Gegenspieler versetzte und sicher verwandelte. Vorher war schon Josip Brekalo (15.) in letzter Sekunde noch gestoppt worden. Das Schalker Spiel funktionierte auch bedingt durch zahlreiche Ausfälle überhaupt nicht. Mehr Ballbesitz für den VfL und ein Chancenplus wie bei einem Heimspiel! So einfach war es „auf Schalke“ noch nie! Doch das soll keineswegs die Leistung der Grün-Weißen schmälern, die konsequent und dominant auftraten.

Doppelschlag entscheidet Spiel

Die Gastgeber wechselten doppelt und versuchten besser in das Spiel zu finden. Ex-Wolf Daniel Caligiuri (55.) hatte dann auch den Ausgleich auf dem Fuß, verlor aber das Duell mit Koen Casteels, der in dieser Situation seine ganze Klasse aufbieten musste. Die Gelsenkirchener dachten weiter offensiv, vernachlässigten die Rückwärtsbewegung und wurden vom VfL eiskalt erwischt. Renato Steffen nutzte seine Freiheiten im Zentrum, bediente Wout Weghorst (56.) und dieser verwandelte im Fallen. Die Wölfe blieben konzentriert und entschieden das Spiel drei Minuten später mit einer Freistoßvariante. Mit etwas Glück sprang der Ball nach einem Pfostenschuss von Daniel Ginczek dem heranstürmenden Kevin Mbabu (59.) direkt vor die Füße.

Joao Victor trifft nach drei Minuten

Der eingewechselte Joao Victor (70.) profitierte von einer zentralen Faustabwehr von Schalke-Keeper Alexander Nübel und verwandelte direkt von der Strafraumgrenze. Im direkten Gegenzug verkürzte Rabbi Matondo (71.) nach einem Stellungsfehler von Marvin Pongracic. Aber mehr als Ergebniskosmetik war an diesem Tag für die erschreckend schwachen Gastgeber nicht mehr zu erreichen.

Die Wölfe hingegen nehmen sicher an der Europa League Qualifikation in der nächsten Saison teil. Im abschließenden Heimspiel gegen den Deutschen Meister FC Bayern München geht es für die Grün-Weißen im Fernduell mit der TSG Hoffenheim (Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund) nun um den sechsten Tabellenrang, der die Strapazen der Qualifikationsspiele verhindern würde.

Zahlen und Fakten zum Spiel

FC Schalke 04: Nübel – Kenny (46. Becker), Kabak, Oczipka, Miranda (69. Thiaw) – McKennie, Schöpf, Caligiuri, Mercan (46. Raman) – Matondo, Gregoritsch (65. Kutucu)

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Pongracic, Brooks, Roussillon – Schlager (75. Gerhardt), Arnold, – Steffen (67. Victor), Brekalo – Ginczek (83. Marmoush), Weghorst

Tore: 0:1 Weghorst (16.), 0:2 Weghorst (56.), 0:3 Mbabu (58.), 0:4 Joao Victor (69.), 1:4 Matondo (70.)

Gelbe Karten: Oczipka, Gregoritsch, Kenny, McKennie / Steffen, Mbabu, Roussillon

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

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