Hannover. Die Wölfe haben ihre Form – vornehmlich der Einwechselspieler – in der Landeshauptstadt beim Zweitligisten Hannover 96 getestet. Den Charaktertest bestand die Mannschaft beim 0:0 vor allem defensiv. Besondere offensive Ideen oder Akzente waren nicht zu beobachten.

Vor dem letzten Bundesligaspiel (2:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim) beherrschten vor allem die Äußerungen von VfL-Cheftrainer Oliver Glasner die Gazetten. Er zeigte sich – nun auch öffentlich – enttäuscht über die Transferpolitik des VfL in Bezug auf die Verpflichtung eines weiteren Offensivspielers. Diese Ansagen zeugten entweder von einer hohen Sensibilität gegenüber den Kritikpunkten zum Offensivspiel der Grün-Weißen oder waren tatsächlich gegen die Transferverantwortlichen Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer gerichtet. VfL-Coach Oliver Glasner war bei seiner vorherigen Station dem Linzer ASK für diese Belange in Personalunion zuständig gewesen.

Unterschiedliche Ansichten

Über die Tragweite seiner Äußerungen zeigte er sich überrascht und wollte es auch nicht als Kritik am VfL-Führungsduo um Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer verstanden wissen. Oliver Glasner und sein Trainerteam, noch mit einem Vertrag bis zum Sommer 2022 ausgestattet, sehen demnach die sportlichen Ziele mit dem aktuellen Kader gefährdet. Das unerwartete Aus in der Europa League-Qualifikation gegen AEK Athen (1:2) war dafür eindrucksvoller Beweis.

In einem konstruktiven Gespräch -laut offizieller Presserklärung- sind die Ungereimtheiten ausgeräumt worden. Das sportliche Dreigestirn ist um Einigkeit bemüht, damit der weitere positive Saisonverlauf nicht gefährdet wird. Immerhin ist der VfL in der diesjährigen Bundesliga-Saison noch unbesiegt.

Das Offensivspiel bleibt das Problem

Die Wölfe stehen in der Regel defensiv sehr stabil und sind dadurch schwer zu besiegen, lassen aber allzu oft den offensiven Esprit vermissen. Es mangelt an Lösungsideen, wenn der Gegner organisiert gegen den Ball agieren kann.

So auch beim Testspiel in Hannover. Der von seiner Leihe zu Union Berlin zurückgekehrte Yunus Malli spielte hinter der Sturmspitze Omar Marmoush. Auf den Außenpositionen flankierten ihn Joao Victor und Felix Klaus, der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte das Spiel fast noch entschieden hätte (86.). Denn er scheiterte mit seinem Pfostentreffer freistehend vor 96-Ersatzkeeper Ratajczak nur knapp.

William und Mbabu wieder im Einsatz

Ein Lichtblick war der Einsatz von William und Kevin Mbabu nach teilweise langwierigen Verletzungen über die vollen 90 Minuten. Leider musste Maxence Lacroix verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Ob er am Samstag, den 21. November „auf Schalke“ zum Einsatz kommen kann, werden die Untersuchungen ergeben.

Zahlen und Fakten zum Spiel

Hannover 96: Esser (46. Ratajczak) – De Waal, Franke (46. Hübers/60. Tarnat), Elez, Hult – Basdas – Stehle (79. Gaines), Muslija (60. Gudra/86. Doumbouya), Ochs, Twumasi – Sulejmani

VfL Wolfsburg: Kasten (46. Klinger) – Mbabu, Lacroix (66. Beifus), Siersleben, William – Gerhardt, Arnold (61. Messeguem) – Klaus, Malli, Victor – Marmoush

 

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