Wolfsburg. Die „englische Woche“ läuft zur Zeit ganz nach den Wünschen der Grün-Weißen. Nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart sind die Wölfe durch die Punktverluste der Konkurrenz auf den sechsten Tabellenplatz vorgerückt. Am Sonntag, den 23. Dezember treten sie zum Abschluss des 17. Spieltages um 15.30 Uhr beim FC Augsburg an und könnten die Hinrunde mit dem fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen krönen.

Eine größere Rotation wird es im Labbadia-Team nicht geben. Er vertraute schon länger seiner eingespielten Formation. Eine klare Struktur und die Handschrift des Trainers sind erkennbar. Das Spielsystem mit einem variablen Zehner, der die Sturmspitzen unterstützt, hat sich bewährt. Das ursprüngliche 4-3-3-System wurde durch die Formstärke von Admir Mehmedi, Daniel Ginczek und Wout Weghorst modifiziert. Dahinter liefen Yannick Gerhardt, Maximilian Arnold und Josuha Guilavogui immer wieder die Räume zu und zeigten sich defensiv stabil. Wenngleich im konsequenten Passspiel und im Spielaufbau unter Druck auch immer wieder leichte Fehler passierten, die die Gegner zuletzt aber nicht ausnutzen konnten.

FC Augsburg unter Zugzwang

Effektiver zeigten sich die Wölfe, die relativ konsequent die Fehler der Stuttgarter in Tore ummünzten. Diese Effizienz wird auch in Augsburg nötig sein, um den strauchelnden Schwaben in der „eigenen Puppenkiste“ Paroli bieten zu können. Mit erst 15 Punkten stehen die Augsburger vor der Winterpause in ihrem letzten Heimspiel unter Zugzwang. Darin besteht die Chance für die Wölfe, die geduldig auf ihre Möglichkeiten warten werden. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen der letzten Spiele wird die Überzeugung gewachsen sein, auch knappe Spiele siegreich gestalten zu können, wenn der Gegner ab einem gewissen Zeitpunkt ein höheres Risiko eingehen muss. Als Option für schnelle Umschaltmomente fällt Josip Brekalo aus, der auch schon gegen den VFB Stuttgart aufgrund einer Gehirnerschütterung fehlte. Ansonsten sind alle Spieler an Bord.

Rundschau-Tipp

Die Wölfe bestehen auch in Augsburg, weil sie konsequent verteidigend, in der Nachspielzeit den 1:0-Siegtreffer erzielen.