Blinded by a light

Javed (Viveik Kalra) durchlebt seine Jugend 1987 in Großbritannien, als Sohn zweier pakistanischen Eltern. Zwischen ethnischen Unruhen in seiner Heimatstadt Luton und dem Konservativismus seines Vaters, schreibt der Teenager Gedichte. Entgegen den Vorstellungen seines Vaters, möchte Javed nicht Arzt oder Anwalt, sondern Schriftsteller werden. Als ein Klassenkamerad ihm die Musik von Bruce „The Boss“ Springsteen zeigt, kann der Junge sich sofort mit den Zeilen und Liedern identifizieren. Er zieht Parallelen zu seinem eigenen Leben und findet den Mut aus sich rauszugehen und seine Gefühle und Träume nun in eigener Stimme als Schriftsteller auszudrücken.

Schöne Abwechslung im Genre

Musikfilme sind spätestens seit „Bohemian Rhapsody“ oder „Rocketman“ wieder stark im Aufwärtstrend. Nun knüpft mit „Blinded by the light“ ein neuer Film an diese Welle an. Doch wider den Erwartungen des Titels, handelt der Film nicht von der cinematischen Neuauflage einer weiteren Musikerbiographie, sondern viel mehr von einer hochaktuellen Geschichte eines vermeintlich Fremden in der Gesellschaft, die mit dieser Thematik aktueller nicht sein könnte. Springsteen nimmt dabei eine passive Rolle im Film ein, indem er durch seine Musik Charakter und Wesen der Hauptperson formt.

Mit Elementen aus Musicalfilmen, der wichtigen Rolle des „Boss“ und der Brisanz und Aktualität des Themas, bringt Regiesseurin Gurinder Chadha einen wunderbaren Film auf die Leinwände, der sowohl Musik, als auch Kinofans begeistern darf.

Gut zu wissen

Name: Blinded by the light
Start: 22. August 
Produktionsland: Großbritannien
Genre: Biografie, Drama, Komödie
Hauptdarsteller: Viveik Kalra, Kulvinder Ghir, Meera Ganatra
Regie: Gurinder Chadha

von Paul Bratmann